Well Prepared Holiday on a camping
Eine Behinderung bedeutet nicht, dass Sie Ihre Reiseträume aufgeben müssen.

Bevor Sie buchen

  • Versuchen Sie, so viele detaillierte Informationen wie möglich im Voraus zu sammeln. Dies wird Ihnen helfen, festzustellen, ob das Urlaubsziel für Sie geeignet ist. Diejenigen, die gut vorbereitet sind, werden wahrscheinlich weniger Schwierigkeiten haben, falls Unerwartetes passiert. Zum Beispiel können Sie sich vorab erkundigen, ob es Reparaturmöglichkeiten oder einen Mietservice für medizinische Geräte in der Umgebung gibt. Wenn Sie elektrische Geräte verwenden, überprüfen Sie, ob die Spannung die gleiche wie zu Hause ist. Informieren Sie sich über das, was in einem Notfall passiert: Wie können Sie um Hilfe rufen? Können Sie notfalls evakuiert werden? 
  • Vergessen Sie nicht, dass alle Aspekte des Urlaubs wichtig sein können. Sie fahren nicht in den Urlaub, nur um dann gelangweilt in Ihrem Hotelzimmer zu sitzen. Gibt es geeignete Aktivitäten, Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele in der Nähe? Können Sie eine köstliche Mahlzeit in der Nähe finden? Stehen Kranktransporte zur Verfügung? 
  • Denken Sie daran, es kann immer etwas schief gehen. Lassen Sie sich nicht durch unerwartete Ereignisse Ihre Reise ruinieren. Und manchmal kann ein unerwarteter Zwischenfall sogar zu einer urkomischen Urlaubserinnerung werden.

Buchung

  • Buchen Sie pünktlich! Denn diejenigen, die zuerst kommen haben auch die größte Auswahl. Barrierefreie Ferienhäuser sind schneller als reguläre Unterkünfte ausgebucht. Das gleiche gilt auch für Gruppenreisen für Teilnehmer mit Behinderung.

  • Buchen Sie Ihren Urlaub selbst oder nutzen Sie ein Reisebüro? Einige Reisebüros sind spezialisiert auf Reisen für Menschen mit Behinderung, aber Sie können Ihre Reise auch in einem regulären Reisebüro buchen. Wahrscheinlich haben diese weniger Erfahrung mit Barrierefreiheit, daher ist es wichtig, dass Sie Ihre Anforderungen und Wünsche detailliert kommunizieren. Was sind die Maße Ihres Rollstuhls? Können Sie kurze Strecken zu Fuß gehen? Nutzen Sie medizinische Geräte? Nehmen Sie Medikamente?
  • Reisen Sie alleine oder mit einem Begleiter? Dies alles kann Ihre Auswahl beeinflussen. Denken Sie an Gepäck, Transport, Überweisungen, etc.

Zuverlässiger Kontakt

  • Achten Sie darauf, dass Sie jemanden an Ihrem Ziel im Voraus kontaktieren. Sie können sich nicht auf gute (oder schlechte) Erfahrungen von anderen Reisenden mit einer Behinderung verlassen. Alles hängt von Ihrer persönlichen Reisesituation, Bedürfnissen und Wünschen ab. 
  • Achten Sie darauf, mit jemandem zu sprechen, der die Ferienwohnung persönlich gesehen hat. Mitarbeiter, die Reservierungen für eine Hotelkette entgegennehmen, sind oftmals nicht ausreichend mit der tatsächlichen Situation vertraut. Versuchen Sie mit jemandem aus der Logistik-Abteilung zu sprechen oder bitten Sie Ihren persönlichen Kontakt, den Ferienort zu inspizieren. 
  • Stellen Sie offene Fragen anstatt Ja-Nein-Fragen. Selbst die sympathischsten Hotelmanager, Campingplatzleiter oder Empfangsdamen neigen dazu, die wünschenswerte Antwort zu geben. Sie können dies mit offenen Fragen vermeiden:

    FRAGEN SIE DESHALB NICHT: „Gibt es Treppen oder Stufen?"
    FRAGEN SIE: „Können Sie den Weg von der Haustür zum Badezimmer beschreiben?"

Zahlen

Manche Menschen haben Schwierigkeiten dabei, sich die praktischen Konsequenzen einer Behinderung vorzustellen. Ohne Ihre gesamte Krankengeschichte zu erzählen, sollten Sie jedoch nützliche Informationen mitteilen.

  • Messen Sie die Breite und Länge Ihres Rollstuhls. Addieren Sie jeweils 10cm zu jeder Seite hinzu, so dass Sie richtig manövrieren können. Das hilft den Mitarbeitern vor Ort zu überprüfen, ob Ihr Rollstuhl durch Türöffnungen oder in den Aufzug passt. 
  • Wenn Sie eine Hebevorrichtung nutzen, dann ist der verfügbare Platz unter dem Bett auch wichtig: mindestens 10cm hoch und 80cm breit. 
  • Manchmal kann nur eine Suite Ihre Anforderungen erfüllen. Fragen Sie, ob eine Zuzahlungen nötig ist.

Schriftlich

Ihre Fragen schriftlich zu stellen, bietet mehrere Vorteile: -
  • Es ist weniger wahrscheinlich, dass Sie etwas Wichtiges vergessen. - Rezeptionisten haben mehr Zeit, um ernsthaft zu antworten (etwas zu prüfen oder tatsächlich etwas zu messen). Darüber hinaus, erhalten Sie in der Regel auch eine schriftliche Antwort. 
  • Um Missverständnisse zu vermeiden (und um Beweise zu haben, falls etwas schief geht), ist es am besten, alle Vereinbarungen schriftlich zu haben. 
  • Sie können die Manager telefonisch im Voraus anrufen, um Ihr Anliegen zu besprechen und anzukündigen, dass Sie einige Fragen per E-Mail oder Post schicken werden.

Vort Ort: diplomatisch sein

  • Trotz Ihrer gründlichen Vorbereitung, kann es passieren, dass Sie mit unangenehmen Überraschungen konfrontiert werden. Seien Sie darauf vorbereitet, dass Sie nur selten den gleichen Komfort wie zu Hause vorfinden werden. Reger Austausch und diplomatisches Verhalten werden Ihnen helfen, aber vergessen Sie nicht, dass Sie auch Rechte haben. Wenn eine Vereinbarung gebrochen wird, haben Sie das Anrecht auf eine gleichwertige Alternative.

Wieder zu Hause

Wir sind sehr gespannt, von Ihren Erfahrungen zu hören und Tipps zu erhalten. Kontaktieren Sie uns oder schreiben Sie über Ihre Reiseerlebnisse. Ihre Tipps können andere Reisende mit einer Behinderung helfen bzw. inspirieren.

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