Am 25. Oktober eröffnet in der Park-Abtei Leuven das neue Museum PARCUM – Dialogmuseum für Religion, Kultur und Kunst mit der Ausstellung „(Nicht) von dieser Welt. Abgeschiedenheit und Befreiung“. Die Ausstellung zeigt zum ersten Mal religiöse Kunst der flämischen Klöster und Abteien, die bisher der Öffentlichkeit nicht zugänglich war. Die Vermittlung und das Erleben des religiösen Kulturerbes stehen im Mittelpunkt. Gläubige Menschen erlebten die Kunstwerke auf eine spirituelle und sehr intime Art und Weise. Der Besucher wird in der Betrachtung und Bildsprache dieser Kunst geschult. Manche Exponate stehen im Dialog mit zeitgenössischen Werken. Nach der Ausstellung schließt das Museum seine Pforten, um dann als permanentes Museum mit wechselnden Ausstellungen wieder zu eröffnen.
Park-Abtei 

Das PARCUM befindet sich auf dem Gelände der Park-Abtei Leuven. Dieser wunderschöne Abteikomplex, eine 42 ha große Insel der Sittsamkeit, Ruhe und Stille, war ursprünglich der Jagdpark des Herzogs Gottfried I. des Bärtigen. 1129 schenkte er seinen Wildpark den Norbertinern der nordfranzösischen Abtei von Laon, um dort eine Abtei zu gründen. Seitdem haben die Norbertiner die Domäne quasi ununterbrochen bewohnt. Die Abtei entwickelte sich zu einer der maßgebenden Abteien der Südlichen Niederlande und besaß Grundstücke mit einer Gesamtfläche von 3.500 ha und hatte Besitze in 130 Dörfern in Brabant und Umgebung. 1797 wurde die Abtei von den französischen Besatzern aufgelöst. Trotzdem behielt sie im Laufe der Jahrhunderte ihre Authentizität. Die Gebäude – wie der Bauernhof, die Wassermühle, die Kirche und das Klostergebäude – sind seit dem 17. Jahrhundert fast unverändert geblieben. Das macht die Park-Abtei zu einem der besterhaltenen Abteikomplexe der Niederlande und Belgiens. Außerdem blieben die Klosterinnenausstattung und die Dekoration der Gebäude nahezu intakt.
Nichtsdestotrotz wird der gesamte Komplex bis 2020 stückweise restauriert. Zur Eröffnung des PARCUM werden weite Teile der Klostergebäude, u. a. auch die außergewöhnlichen Stuckdecken aus dem 17. Jahrhundert im Refektorium und der Bibliothek sowie die Buntglasfenster des Kreuzgangs, bereits in neuem Glanz erstrahlen. Auch das Sankt-Norbertustor, die Gartenpavillons und das Wagenhaus haben ihre alte Pracht zurückerlangt und werden der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Dieses besondere Kulturerbe ist dank des offenen Raums, der Ländereien, Alleen, Teiche und Wiesen ein beliebter Ort zum Wandern. Eine grüne Lunge am urbanisierten Stadtrand von Leuven.

Wo

Abdij van Park 7
3001 Heverlee

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