History - old picture of Brussels

Die Geschichte von Brüssel

Der Legende nach baute St. Gorik um 580 n. Chr. eine kleine Kapelle auf einer Insel in der Senne, dem Fluss, der noch immer durch Brüssel fließt. Offiziell gegründet wurde Brüssel jedoch im Jahre 979, als die erste dauerhafte Festung gebaut wurde.

Mitte des 11. Jahrhunderts wurden die Stadtmauern errichtet und für einen Großteil des Mittelalters florierte Brüssel dank seiner strategischen Lage an der Handelsroute Brügge-Gent-Köln. 1695 wurde Brüssel jedoch vom französischen König Ludwig XIV. angegriffen und mehr als 4.000 Häuser sowie der Grand Place wurden zerstört.

Daraufhin wurde Brüssel von verschiedenen ausländischen Mächten regiert, bis der niederländische König Wilhelm I. im Jahre 1830 die Stadt verlassen musste, als die belgische Revolution in Brüssel nach einer Aufführung von Aubers La Muette de Portici am Monnaie Opernhaus ihren Anfang nahm. Am 21. Juli 1831 erlangte Belgien schließlich seine Unabhängigkeit und der erste belgische König Leopold I. bestieg den Thron. Damit wurde Brüssel zur Hauptstadt des neuen Königreichs.

Leopold I. leitete eine lange Periode des Wiederaufbaus ein; die Stadtmauern wurden für eine Erneuerung und erhebliche Ausweitung der Stadt abgerissen. Um die Unabhängigkeit und neu gefundene Bedeutung zu betonen, wurden darüber hinaus zahlreiche internationale Kongresse organisiert und wissenschaftliche Organisationen gegründet. Viele ausländische Künstler, Philosophen und Wissenschaftler (darunter Karl Marx und Victor Hugo) fanden den Weg nach Brüssel.

Im 20. Jahrhundert erlitt Brüssel im Zweiten Weltkrieg erhebliche Schäden. Als der Krieg vorbei war, ging die Entwicklung der Stadt jedoch unvermindert weiter. Seit 1970 ist Belgien in die drei semi-unabhängige Regionen, Flandern und Wallonien und die Region Brüssel-Hauptstadt aufgeteilt, jede mit ihrer eigenen Regierung. Zudem wurde Brüssel auch zur de facto Hauptstadt der Europäischen Union und der NATO, die Belgien mitgegründet hat.

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