Neoclassic building 'Tafelrond', Leuven  (c)Frédéric Van Hoof

Die Stadt Leuven tritt in historischen Dokumenten zum ersten Mal im Jahr 884 in Erscheinung. Wikinger siedelten dort in der Nähe einer alten Festung auf dem Fluss Dijle, der auf Lateinisch Luvanium bzw. in der Landessprache Lovon heißt.

Die Geschichte von Leuven

Später wurde die Siedlung die Heimat der Grafen von Leuven, die im Jahre 1190 das Recht erhielten, über den mittleren Teil Belgiens zu regieren. Von da an wurde Leuven ein wichtiges Verwaltungs- und Handelszentrum, mit dem Tuchhandel als Eckpfeiler für den Reichtum und Wohlstand der Stadt.

Im 14. Jahrhundert schwand das Glück von Leuven. Der Tuchhandel verlor an Bedeutung und Brüssel wurde die "Hauptstadt des Herzogtums von Brabant". Ein wichtiges Ereignis im folgenden Jahrhundert war aber die Gründung der Universität Leuven im Jahre 1425, die nach wie vor das wichtigste Zentrum der Hochschulbildung in Belgien und eine der führenden katholischen Universitäten weltweit ist. Koryphäen wie der Theologe und Humanist Erasums (16. Jahrhundert) haben an dieser Universität studiert bzw. gelehrt.

Im 18. Jahrhundert wurde eine Brauerei, die jetzt zu Inbev, dem Produzenten von Stella Artois gehört, am Rande der Stadt etabliert und das Glück kehrte nach Leuven zurück. Allerdings verleiht die Universität der Stadt immer noch viel von ihrem Charakter und das nicht nur durch die vielen beeindruckenden Gebäude, sondern auch durch den Zustrom tausenden jungen Menschen jedes Jahr.

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