view inside church - ©Antwerpen-Toerisme & Congres
In Flandern stehen unzählige imposante Kathedralen, wunderschöne Kirchen und pittoreske Klöster und kapellchen. Diese erhalten heute immer öfter eine neue Funktion. Und die kann ganz unterschiedlich sein. Die originellsten ,Kirchen 2.0':

Essen in der Kirche

Eating in a church - ©Peter Baas

Einst die Kapelle eines Militärkrankenhauses, jetzt ein Zwei-Sterne-Restaurant: The Jane. Das wundervolle Neobarockgebäude im Herzen Antwerpens wurde von Sergio Herman und Nick Bril, zwei Chefköchen von Weltruf, in einen kulinarischen Altar verwandelt. Das Gebäude wurde stilvoll aufgefrischt, behält aber seinen sakralen Wert bei. Genau deshalb wird es von Kennern als eines der schönsten Restaurants der Welt gerühmt.

Auch Gent betet seit Kurzem die kulinarischen götter an, nämlich in der alten Baudelo-Kapelle. Der Holy Food Market ist eine Ode an das Leben und das Essen. In der Kapelle aus dem 16. Jahrhundert im Stadtzentrum finden Sie heute fünfzehn international inspirierte Essstände.

Saltos schlagen in der Kirche

Tuimelen in de kerk - ©Wouter Rawoens
Nicht nur Engel schweben in den flämischen Kirchen durch die Luft. In Heverlee (Leuven) und Gent passen Akobaten auf die Kirche auf. Dort wurden zwei ehemalige Gotteshäuser in Zirkusschulen verwandelt. In der Kirche von Malem in Gent und im Kloster der Missionsschwestern vom Heiligsten Herzen Jesu in Heverlee lernen Clowns, Zauberer und andere Wagemutige von morgen das Fach.

Feiern in der Kirche

Feesten in de kerk - © Lennart Knab

In einer protestantischen Kapelle an der Porte de Namur in Brüssel tanzt man sich seit rund zehn Jahren die sünden aus dem Leib. Dort entstand die Diskotek Spirito. Das renovierte Gebäude jehnt sich mit ikonografischen Kunstwerken und Glasfenstern spielerisch an seine Vergangenheit an. Auch wenn das Ave Maria hier schon vor einiger Zeit gegen pulsierende Beats eingetauscht wurde.

Wer es musikalisch gern ruhiger mag, wird in der Antwerpener St.-Augustinus-Kirche fündig. Sie iest die Heimatbasis des Antwerpener Musikzentrums AMUZ. Die unübertroffene Akustik der Kirche ist die Traumkulisse für klassische Musik aller Zeiten und Kulturen.

Stöbern in der Kirche

Snuisteren in de kerk - © Galerie St-John-Gent
Das Haus Gottes ist häufig ein Haus der Kunst. Unzählige flämische Kirchen sind bis unters Dach voll mit großartigen Kunstwerken und antiken Artefakten. Die alte anglikanische Kirche von Saint-John in Gent geht da noch einen Schritt weiter. Durch die monumentale Eingangstür aus Eichenholz gelangen Sie in eine Galerie bzw. ein Auktionshaus. Die gut erhaltene Kirche ist eine Schatzkammer mit Gemälden, Skulpturen, Silber, Kunstgegenständen und alten Büchern, in der Sie stundenlang stöbern können.

Logieren in der Kirche

Logeren in de kerk - © Martins's HOels SA
Das Leben eines Mönchs: zurückgezogen in einem Kloster, fern vom leben draußen, alle Zeit der Welt zum Nachdenken und Kontemplieren. Heutzutage braucht man nicht mehr ins Kloster einzutreten, um dieses Gefühl kennenzulernen. In Flandern wurden einige historische Klöster und Kirchen zu Hotels umgebaut. Dort schlafen Sie in einer frischen Umgebung, die mit einem Augenzwinkern auf die Vergangenheit verweist: originale Bogengewölbe, Bleiglasfenster und ikonografische Abbildungen. Erleben Sie dies etwa in The Dominican in Brüssel, im Monasterium PoortAckere in Gent, im Klooster in Leuven und im Patershof in Mechelen.
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