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Belgien ist ein Regenland? Das sind Fake News! Und dafür gibt es Beweise: In Belgien regnet es nur 7 % der Zeit. Den Großteil der Zeit können Sie also in vollen Zügen an der frischen Luft genießen. Und sollte es doch mal wie aus Eimern schütten, gibt es immer noch mehr als genug zu erleben.

514 Stufen erklimmen

Der Turm der Sint-Rombouts-Kirche, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurde, ist das offizielle Logo der Stadt Mechelen. Die über 500 Jahre alte Kathedrale ist das ideale Ausflugsziel an einem regnerischen Tag. Fängt es nämlich an zu regnen, sind Sie erst einmal damit beschäftigt, die 514 Stufen hinauf zur Spitze des 97 Meter hohen Turms zu erklimmen. Wenn der Himmel dann doch wieder aufklart, werden Ihre Mühen mit einer herrlichen Aussicht bis nach Antwerpen und Brüssel belohnt. 

St Rumbold's Tower

Das Haus des Meisters

Wer die Worte „Brüssel“ und „Architekt“ in einem Satz verwendet, landet schnell bei Victor Horta. Er ist einer der Begründer des Jugendstils. Sein Erbe kann noch an vielen Ecken von Gent und Brüssel bewundert werden. Das altehrwürdige Stadthaus Hôtel Tassel und der Palast der Schönen Künste Bozar sind nur einige Beispiele. Das Hortamuseum, wo der Meister einst wohnte, ist eine weitere Perle des architektonisch wertvollen Brüsseler Stadtbilds. Fast die gesamte Inneneinrichtung befindet sich noch im Originalzustand, angefangen von den Mosaiken über die Möbel bis hin zur Glasmalerei. Entkommen Sie den Regenwolken, und tauchen Sie ein in die wunderbare Welt von Horta.

Bozar concert hall (c) Mikaël Falke

Royaler Schokoladengenuss

Eine weitere Möglichkeit, die Brüssel Ihnen bietet, ist die Galeries Royales Saint-Hubert, die sich im Herzen von Brüssel in der Nähe des Grote Markt befindet. Hier finden Sie die allerbesten Chocolatiers, die Belgien zu bieten hat. Treten Sie ein, und probieren Sie das dunkle Gold, das nirgendwo anders so fein und raffiniert schmeckt wie hier. Vor, während oder nach der süßen Verlockung können Sie gemütlich durch die Straßen vorbei an Luxusboutiquen, Uhrengeschäften und dem Théâtre du Vaudeville schlendern. Egal wie das Wetter ist, die Glasdächer der Passagen bewahren Sie davor, im Falle des Falls nass zu werden.

Galeries Royales Saint-Hubert

In die Kneipe gehen

Wenn Sie hier etwas finden, dann ist es die einzigartige Bierkultur. Sowohl was die Qualität als auch die Quantität von Bier angeht, sucht Belgien seinesgleichen. Es gibt über 1.500 verschiedene Biersorten. Und diese Kultur wird aktiv gelebt. In den Straßen wimmelt es nur so von Kneipen in allen Größen und Formen. Braut sich am Himmel etwas Dunkles zusammen? Dann nichts wie hinein in eine gemütliche, warme Kneipe, wo Sie ein Glas mit dem flüssigen Gold bestellen und warten können, bis die Sonne wieder scheint.

Cafè De Gouden Vis Mechelen

Auf Flanderns Feldern

Tief in Westflandern finden Sie Flanderns Felder, auf denen im Ersten Weltkrieg schlimmste Gräueltaten verübt wurden. Die Schlacht bei Passendale, die vor 100 Jahren stattfand, ist ein Beispiel von trauriger Berühmtheit. Damals fielen über 100.000 Soldaten in einer Schlacht um ein Stückchen Land, das kaum größer als ein Taschentuch war. Die Westhoek ist zu einem Ort des permanenten Gedenkens mit zahlreichen Mahnmalen für diesen Horror geworden. Der beeindruckende Tyne Cot Cemetary ist nur eines davon. Dieser Friedhof ist die letzte Ruhestätte für fast 12.000 gefallene Soldaten. Unter grauen Regenwolken flößt der monumentale Friedhof Besuchern noch ein bisschen mehr Respekt ein.

tyne cot(c) Copper Tree Media

Für die kleinen Einsteins

Die Kinder an Regentagen bei Laune zu halten und angemessen zu bespaßen kommt wohl einer Herkulesaufgabe gleich. Lassen Sie sie ein Nickerchen auf einem Nagelbett machen, Fahrrad auf einem Drahtseil fünf Meter über dem Bodenfahren oder ein Auto anheben. Das alles ist möglich im Technopolis, einem interaktiven Zentrum für Wissenschaft und Technik in Mechelen, dass für jeden Besucher zwischen 1 und 100 Jahren etwas zu bieten hat.  

(c)Technopolis

Fahrrad fahren

Zur Abwechslung mal ein völlig banaler Vorschlag: Steigen Sie aufs Fahrrad. Denn Flandern ist schließlich das Geburtsland des Flandrien, des unerschrockenen Radrennfahrers, der sich durch nichts abschrecken lässt. Regenwetter, Gegenwind, Eiseskälte, beschwerliche Steigungen auf Kopfsteinpflaster wie der Bosberg, die Mauer von Geraardsbergen oder der Oude Kwaremont: ein Flandrien findet großen Gefallen daran. Wenn also der Himmel weint, blicken Sie trotzig nach oben, steigen auf das Fahrrad und lassen Ihren inneren Flandrien raus.

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