7 reasons to go on a cycling trip to Flanders
„Beim Radfahren lernst du die Beschaffenheit eines Landes am besten kennen ...“ Ernest Hemingway muss bei diesem Ausspruch an Flandern gedacht haben. Diese wunderschöne Region mit ihren Hügeln und ihrem Kopfsteinpflaster ist das A und O des Radfahrens. Den Radsport haben wir quasi erfunden. Wo könnte man also besser Radeln als hier? Und wir sagen Ihnen auch warum.

1. Frühjahrsklassiker

Watch the spring classics - © Patrick Verhoest

Der flämische Frühling lässt sich in drei Worten zusammenfassen: Radrennen, Radrennen, Radrennen. Der Omloop Het Nieuwsblad markiert den Start der Frühjahrsklassiker. Danach freuen wir uns auf Wochen voller Radsport mit einzigartigen Rennen wie dem E3 Prijs und Gent-Wevelgem. Sie sind traditionell das Vorspiel für den Sonntag der Sonntage, die Flandernrundfahrt. Dieses Rennen macht Jungen zu Männern und Männer zu Helden. Es ist nicht einfach nur ein Radsportwettkampf, sondern ein Teil unserer Kultur und Geschichte.

2. Mach dein Rennen

Ride your own race - (c) Koen DeLanghe

Lassen Sie Ihrem inneren Greg Van Avermaet freien Lauf und fühlen Sie sich wie ein echter Flandrien: Machen Sie mit bei einem Cyclosportive. Dabei handelt es sich um eine organisierte Radtour über verschiedene Entfernungen. Die meisten Frühjahrsklassiker veranstalten diese Jedermann-Rennen, sodass Sie sich fühlen, als seien Sie ein Fahrer im Hauptfeld. Neben klassischen Cyclosportives finden Sie zahlreiche originelle Alternativen wie De Gouden Flandrien oder Retro-Rennen wie die Offene Meisterschaft von Kessel. Wollen Sie die flämischen Straßen ohne viel Tamtam erobern, dann machen Sie doch Ihre ganz persönliche Raderfahrung.

3. Geschichte erleben

Relive history - Archief CRVV

Die Griechen haben Achilles, Perikles und Herkules, Flandern hat Briek Schotte, Eddy Merckx und Tom Boonen. Und sie verdienen wirklich, als Helden verehrt zu werden. Vor allem in Ost- und Westflandern begegnen Ihnen Statuen, Denkmäler und Gedenktafeln zu Ehren unserer Gladiatoren auf zwei Rädern. Wollen Sie Ihr Wissen vertiefen, dann besuchen Sie eines der hervorragenden Radmuseen. Normalerweise bietet das WieMu ausgezeichnete Informationen, aber es ist 2017 wegen Renovierung geschlossen. Bis zur Wiedereröffnung können Sie seine großartige Ausstellung Radrennsport ist Religion trotzdem besuchen – natürlich in einer Kirche! Das Centrum Ronde van Vlaanderen ist eine exzellente Alternative, wenn Sie alles über den flämischen Nationalsport wissen wollen. 

4. Legendäre Anstiege und Kopfsteinpflasterstrecken

Experience the mythical bergs and cobbles © JOWAN.be - Koen Degroote

Als ob die erstaunlich steilen, unangenehmen Hügel noch nicht hart genug wären, haben die Flamen dort auch noch Kopfsteinpflaster verlegt. Nicht-Flandriens schütteln den Kopf. Diese Strecken für Radrennen auszuweisen, würde in anderen Kulturen als menschenverachtend gelten. Doch hier gehören sie zu den Grundlagen des Sports. Wer die vier „K“s der flämischen Radsportgeschichte – den sagenhaften Koppenberg, den unvergänglichen Kwaremont, die mythische Kapelmuur und den grausamen Kemmelberg – nicht erlebt hat, ist nicht in Flandern Rad gefahren. Danach sind Sie k. o., was als fünftes „K“ gelten mag.

5. Nach dem Treten soll man trinken

Quench your thirst - (c) Koen DeLanghe

Gastronomie und Genießen liegen den Flamen ebenso in den Genen wie das Radfahren. Klar, dass wir sie auch gern kombinieren. Probieren Sie einmal einen Schluck der vielen nach Radthemen benannten Biere wie Kwaremont, Giesbaargs Muurken und Koerseklakske (was sich mit „Rennmütze“ übersetzen lässt). Trinken Sie sie am besten in einer typischen Radfahrerkneipe. Ein Tipp: Der Sieg von Eric Vanderaerden bei der Flandernrundfahrt 1985 ist immer ein guter Einstieg in ein stundenlanges Gespräch. Also erst kräftig treten und danach ein erfrischendes Bier genießen.

6. Moderne Ausrüstung

Modern machinery - (c) Ridley Bikes

Flandern ist zwar eine geschichtsträchtige Region, aber auch immer am Puls der Zeit. Uralte Tradition geht hier Hand in Hand mit innovativer Handwerkskunst. Der beste Beweis: Rennräder der Spitzenklasse wie die von Ridley und Eddy Merckx. Sie finden sie in Radshops wie Velodome. Steht Ihnen der Sinn nach etwas Besonderem, dann sehen Sie sich die federleichten Stahlrahmen von Jaegher oder Blanco Bike Luxury an, wenn Sie auf Sportklassiker oder brandneue Retroräder stehen.

7. Winterwunderland abseits der Straße

Off-Road Winter Wonderland - (c) Zesdaagse Gent

Im Winter gibt es keine Straßenrennen. Traurig, traurig – wären da nicht unsere fantastischen Alternativen wie Bahnrennen und Cyclocross. Im November findet das Sechstagerennen von Gent statt, ein spektakuläres Rennen in einer Arena mit Wahnsinnsatmosphäre. Es kann sogar sein, dass Ihnen Stars wie Sir Bradley Wiggins und Mark Cavendish begegnen, der hier 2016 siegte. Frische Luft ist Ihnen lieber? Dann ziehen Sie Ihre Gummistiefel für eine Runde Cyclocross an. Im Winter findet sich jedes Wochenende ein matschiges, sandiges oder gefrorenes Feld oder Waldstück, wo ein Rennen ausgetragen wird. Spitzensport und viel Spaß in einem.

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