Cycling monument
Radsportdenkmäler in Ostflandern

Jeder, der über flämische Straßen fährt, trifft früher oder später auf ein Denkmal für den Radsport! Sie zollen den „Monumenten“ der flämischen Radsportgeschichte - den Fahrern ebenso wie den Rennen - Anerkennung. Eines der schönsten befindet sich zweifellos direkt neben der Kirche im ostflämischen Dorf Meerbeke in der Nähe von Ninove. Vor 39 Jahren befand sich hier die Ziellinie der Flandern-Rundfahrt. An der Ecke des Kirchhofs steht ein schönes Ensemble mit einem Gedicht von Willie Verhegghe, das an diesen Tag erinnert: „Weiß und wachsam wartet die Ziellinie auf das, was kommen wird [...]. Und das Volk: Es schaut gespannt zu und ruft die Namen seiner Götter. [...] Aus einem Wald von Rädern schießt der hervor, der triumphiert und Ruhm erwirbt für alle Zeiten.“

In Ostflandern, um genauer zu sein, in den Flämischen Ardennen – im Herzen der Flandern-Rundfahrt – werden Sie noch mehr Denkmäler entdecken. So wird zum Beispiel die Mitte des Kreisverkehrs in Brakel (N48 und N8) von einer auffälligen Konstruktion aus Fahrrädern in leuchtenden Farben beherrscht, die in einer zylindrischen Struktur aufgehängt sind.

In der Ronde van Vlaanderenstraat in Kwaremont können Sie Karel Van Wijnendaele grüßen, den Begründer der Flandern-Rundfahrt.

Auf dem Dorfplatz von Ruien, das zur Gemeinde Kluisbergen gehört, steht rechts von der Kirche ein kleines Denkmal zu Ehren von Eddy Merckx, der hier 1977 seinen letzten Sieg errang. In Sint-Martens-Lierde (Kwaadstraat) wird Emiel Faignaert gedacht, dem Gewinner der Flandern-Rundfahrt 1947. Am Anfang der Paddestraat in Velzeke steht eine Skulptur mit einem Pflasterstein und Winkelprofilen aus Metall, auf denen die Namen der Gewinner der Rundfahrt seit 1973 verzeichnet sind, dem Jahr, in dem die Flandern-Rundfahrt zum allerersten Mal über diesen berühmten Pflasterabschnitt fuhr.

. In Wetteren, wo sich ebenfalls mehrere Jahre lang das Ziel der Rundfahrt befand, kann man ein „Monument für ein Monument“ bewundern. „De Coureur“, der Renner, am Zeshoek (Kerkstraat) ist Achiel Buysse gewidmet, der die Rundfahrt dreimal gewonnen hat (1940, 1941 und 1943).

Helden des Radsports werden nicht nur in den Flämischen Ardennen, sondern auch in anderen Gegenden Ostflanderns geehrt. Ein Beispiel ist das Denkmal für Noël Foré am städtischen Schwimmbad (Oostveldstraat) in Eeklo. Seine Erfolgsliste, auf der die Flandern-Rundfahrt, Gent-Wevelgem, Paris-Roubaix und Kuurne-Brüssel-Kuurne zu finden sind, zeichnet ihn als typischen Kopfsteinpflasterspezialisten aus. Auch zwei weitere Gewinner der Flandern-Rundfahrt werden mit einem Denkmal geehrt. In Lovendegem (Oostveldkouter) erinnert eine Tafel an den Erfolg von Maurice De Waele bei der Flandern-Rundfahrt 1929. An der Dorfkirche von Wontergem, seinem Geburtsort, findet man eine schöne Bronzeskulptur für Lucien Buysse, den Gewinner der Tour de France 1926. Und zuguterletzt wurde vor kurzem in De Klinge, nahe an der holländischen Grenze, ein kleiner Platz zu Ehren der Radrennfahrer Alfons und Gustaaf De Loor, die hier aufwuchsen, in den Gebroeders De Loorplein umbenannt. Gustaaf De Loor ging als erster Gewinner der Vuelta 1935 in die Geschichte ein. Im nächsten Jahr gewann er erneut und sein Bruder Alfons sicherte sich den zweiten Platz. Bis heute ist es nie wieder zwei Brüdern gelungen, die beiden ersten Podiumsplätze zu erringen.

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