Cycling monument - ©Vlaamse Gemeenschap

Radsportdenkmäler in Westflandern

Ganz gleich, wo man hingeht in Flandern, man findet so gut wie immer etwas, das mit Radrennen zu tun hat! Und dabei denken wir nicht nur an die berühmten Anstiege und Kopfsteinpflasterpassagen, die Radfahrercafés und Fanbars. Es gibt auch eine große Zahl von Radsportdenkmälern und Erinnerungsstätten, die Flandern zum Land des Radsports machen. In dieser Hinsicht übertrifft Westflandern zweifellos alle. Diese Provinz an der Küste war wegbereitend für die reiche flämische Radsportskultur. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts zog Cyriel Van Hauwaert mit seinen großartigen Leistungen bei den internationalen Klassikern das ganze Land in den Bann des Radsports. Ein weiterer berühmter Westflame, Odiel Defraeye, war der erste Flame, der die Tour de France gewann. Für beide wurde an ihren Geburtsorten Moorslede und Rumbeke ein Denkmal errichtet.

Karel Van Wijnendaele ist in Torhout geboren. Er war ein Pionier des modernen Sportjournalismus und Mitbegründer der Flandern-Rundfahrt. An der „Burg“ , wo er viele Jahre lang lebte, findet man eine Gedenktafel für diese legendäre Persönlichkeit. Seine Inspiration für die Flandern-Rundfahrt fand Karel Van Wijnendaele in Koolskamp, wo seit 1908 jedes Jahr die „Kampioenschap van Vlaanderen“ ausgetragen wird. Auf dem Dorfplatz kann man ein Denkmal zu Ehren dieses historischen Rennens sehen. In Waregem, zwischen dem Rathaus und dem Kulturzentrum „De Schakel“, steht eine besondere Bronzeskulptur – „De Sprint“ –, die zur Erinnerung an einen Etappenstart der Tour de France im Jahr 2007 und als Denkmal für die Weltmeisterschaft errichtet wurde, die 1957 hier ausgetragen wurde und deren Gewinner Rik Van Steenbergen war.

Neben der Kirche von Bellegem erinnert ein schönes Relief an Germain Derycke, der die Flandern-Rundfahrt 1958 gewann. Und Henri Vanlerberghe, der die Flandern-Rundfahrt 1919 (mit dem größten je verzeichneten Vorsprung) gewann, wird mit einer Tafel an seinem Geburtsort Lichtervelde gedacht.

Henri Vanlerberghe war einer der vielen „Flandriens“ aus Westflandern. Eine Ode an diese „Flandriens“ findet man sowohl auf dem Marktplatz von Ichtegem als auch bei der Kirche in Kanegem, wo ein über sein Rad gebeugter Renner über das Kopfsteinpflaster fährt. Alberic „Briek“ Schotte war das Modell für die beeindruckende Skulptur von Jef Claerbout.

Eine andere Statue des zweimaligen Weltmeisters sowie eine 6 x 4 Meter große Leinwand mit seinem Foto kann man in Desselgem bewundern. Andere aus Westflandern stammende Weltmeister, die verewigt wurden, sind Freddy Maertens in Lombardsijde und Marcel Kint in Kortrijk und Zwevegem. Westflandern hat auch einige legendäre Tour-de-France-Renner. So wurde Romain Maes in Zerkegem, dem Geburtsort des Gewinners der Tour de France 1935, ein Denkmal errichtet. Jef Demuysere zeichnete sich durch seine beeindruckende Leistung beim Giro aus; ein Standbild von ihm wurde in Wervik errichtet, ebenso wie für den Tour-Helden Jef Planckaert in Otegem.

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