The Virgin and Child with Canon Joris Van der Paele (c)www.lukasweb.be -Art in Flanders vzw photo Hugo Maertens, http://www.lukasweb.be/nl/foto/madonna-met-kanunnik-joris-van-der-paele-10

Geboren wurde Jan van Eyck im Spätmittelalter irgendwann zwischen 1385 und 1390, vermutlich in Maaseik. In den Archiven finden sich erste Erwähnungen des jungen Van Eyck aus den 1420er Jahren. Damals war er in der Herzogstadt Den Haag im Dienst. Nach dem Tod seines Förderers kehrte er in die burgundischen Niederlande zurück. Zuerst lebte er in Lille, dann in Brügge.

Jan Van Eyck - Madonna with Canon Joris Van der Paele © Groeninge Museum Bruges

Jan van Eyck war ein wahrer Revolutionär . Sein Werk definierte die Geschichte der Malerei. Er ist vor allem bekannt für seinen souveränen Umgang mit Ölfarbe und gilt als Vater der Ölmalerei. In Kombination mit seinem bahnbrechenden handwerklichen Können war einer der Vorteile der Arbeit in Öl, dass Van Eyck jeden Aspekt der Realität kopieren konnte, von Stoffen bis zu wertvollen Juwelen und sogar Naturphänomenen. Dies machte seine Gemälde extrem realistisch.

Jan van Eyck war einer der ersten Maler, der sich selbst eine individuelle Identität gab, anstatt einfach nur ein Handwerker zu sein. Er signierte seine Gemälde, was damals ziemlich ungewöhnlich war, und hatte sogar einen eigenen Wahlspruch: „als ich can“, was „so gut ich kann“ bedeutet.

Nur zwanzig Werke Jan van Eycks sind der Nachwelt erhalten geblieben. Jedes Gemälde dieses Künstlers ist deshalb extrem wertvoll. Die Sammlung des Königlichen Museums der Schönen Künste in Antwerpen umfasst das unfertige Tafelbild der Heiligen Barbara in Öl (1437) und eine erstaunlich detaillierte Madonna am Brunnen (1430). Zwei weitere Gemälde von Van Eyck gibt es in Brügge, wo der Maler ab 1432 lebte. Die Madonna des Kanonikus Joris van der Paele (1436) ist nach dem Genter Altar sein zweitgrößtes Gemälde. Das zweite Brügger Werk ist das Portrait von Margareta van Eyck aus dem Jahr 1439. Sein berühmtestes Gemälde ist der Genter Altar. Gezeigt wird er in der St.-Bavo-Kathedrale in Gent und er ist eines von einer Handvoll bedeutender Gemälden, die die Kunstgeschichte nachhaltig geprägt haben.

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