Cobbles - ©PatrickVerhoest

Es ist nicht einfach, die steilen, gepflasterten flämischen Hügel zu beschreiben. In jedem anderen Land würde man für verrückt erklärt, wollte man derartig tückische Anstiege heute in ein Profirennen aufnehmen. Aber in Belgien sind sie ein wesentlicher Teil dieses Sports, mal spirituelle, mal dämonische, einzigartige Orte, an denen man die wahren Champions kennenlernt und an denen Hobbyfahrer versuchen, ohne umzufallen, der großen Radfahrgeschichte nahezukommen. Ganz wie Bier und Pommes sind die Kopfsteinpflaster-Anstiege Teil des Lebens in Flandern. Hier sind die Top 5:

Koppenberg

Der legendäre Koppenberg wird wegen des steilen Anstiegs (auf den schwierigsten Passagen 19 %) gefürchtet. Es ist der schwerste, härteste Anstieg in ganz Flandern.

Kwaremont

Der Oude Kwaremont ist nicht extrem steil, aber gnadenlos durch seine Länge: 2.090 Meter.

Kemmelberg

Mit 156 Metern Höhe ist der Kemmelberg der höchste Punkt in Westflandern. Benannt ist er nach dem Dorf Kemmel, das an seiner Ostseite liegt. Einst Kriegsschauplatz während des Ersten Weltkriegs, ist er heute der Höhepunkt des Rennens Gent-Wevelgem.

Kapelmuur

Die „Mauer“ ist für den flämischen Radsport das, was der Eiffelturm für Paris ist. Dieser Anstieg ist zweifellos der berühmteste der Flämischen Ardennen, ja ganz Belgiens.

Paterberg

Der Paterberg ist eine enge, gepflasterte Straße mit einer durchschnittlichen Steigung von 12,5 % und einem Abschnitt mit 20 %. Auf der aktuellen Strecke der Flandern-Rundfahrt müssen die Fahrer diesen Anstieg zweimal erklimmen, beim zweiten Mal direkt vor dem Finish. Hier wird die Rundfahrt gewonnen oder verloren.

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