Guillaume Bijl ist in der zeitgenössiscen belgischen Kunstszene eine Institution. In den letzten 40 Jahren erlangte er auch über die Landesgrenzen hinaus großes Renommee. Bekannt wurde er vor allem durch seine sogenannten Transformations-Installationen, mit denen er Szenen und Interieurs aus dem alltäglichen Leben und unserer Konsumgesellschafft in Ausstellungsräumen zeigt. Seit Ende der 80er Jahre entwickelt er parallel zu diesen Installationen auch die sog. „Sorryß“-Installationen, die sich als poetische Erweiterung an sein Werk anschließen. Diese surrealistischen Kompositionen bilden eine Art absurde Archäologie unserer Zeit, indem sie die unterschiedlichsten Phänomene unserer heutigen Gesellschaft kombinieren. Eine neue raumfüllende „Sorry“-Installation hat Bijn für den Zwin Naturpark hat Bijl kreiert, die im Ausstellungsraum des Besucherzentrums zu sehen ist. Dabei kombiniert der Künstler eine große Möwenstatue, einen Seelöwen mit Babys sowie eine Skulptur einer Fischfrau, die ursprünglich aus einem Magritte-Gemälde stammt. Zusammen mit Puppen von Joggern und Sportlern platziert er die Bilder in einer Dünenlandschaft. Durch die bizarre Kombination vor Elementen der alltäglichen visuellen Kultur und Kunstgeschichte ist die Landschaft erkennbar, aber auch absurd, in einem Wechselspiel, das die Grenze zwischen Kunst und zeitgenössischem Alltagsleben erforscht. Anlässlich der Ausstellung werden während der Sommermontage auch Kunstwanderungen durch das Zwin angeboten. Es gibt bereits eine permanente „Sorry“-Installation von Bijl an der belgischen Küste: Im Leopoldpark in Ostende erinnert eine Statue, die im Rahmen des Kunstprojekts Beaufort 2018 installiert wurde, an die britischen Spürhunde im Ersten Weltkrieg. Park-Eintritt: online bis einen Tag vor dem Besuch € 10, Tageskasse € 12, Kinder (6-17 Jahre) € 5.
Guillaume Bijl Installation im Zwin

Wo

Graaf Léon Lippensdreef 8
8300 Knokke-Heist

Wann

von Sonntag, 30. Juni 2019
bis Sonntag, 15. September 2019

Kontakt

+32 50 60 70 86

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