James Ensor ist weltweit bekannt: Museen, Sammler und Kunstfreunde auf der ganzen Welt interessieren sich für seine grenzüberschreitende Kunst. Lange bevor dieser Begriff ein modisches Klischee wurde, war Ensor mit Sicherheit schon ein „Game Changer“. Seine Kunst steht jedoch noch viel zu oft im Schatten der beliebten Geschichte von dem seltsamen menschenscheuen Kauz am Klavier in seinem Oostender Kuriositätengeschäft. Der innovative Charakter von Ensors Gemälden, Radierungen und Zeichnungen ist eine unmittelbare Folge seines Wunsches, fast systematisch die unterschiedlichsten Techniken und Darstellungsweisen auszuprobieren und anzuwenden. In einem Brief an den Kunstkritiker Pol De Mont schrieb er bereits 1894: „J’ai étudié attentivement les manières les plus opposées” (Ich habe aufmerksam die unterschiedlichsten Stile studiert). Ensor hat bis ins hohe Alter sein Streben nach künstlerischer Vielfalt, die Suche nach verschiedenen stilistischen, ikonografischen oder technischen Alternativen immer wieder verteidigt. Nur so könne es einem Künstler gelingen, sein Publikum zu entzücken. Genau das war letztendlich Ensors Ziel. Es ging ihm um die Glückseligkeit, die er erlebte, wenn er seine Brüsseler Freunde zum Deich mitnahm, um ihnen die wundersame (oder wie Ensor es zu formulieren pflegte: wunderbarhaftige) Schönheit des Meeres zu zeigen.
James Ensor - Träuma aus Perlmutt (Mu.Zee)

Wo

Romestraat 11
8400 Oostende

Wann

von Dienstag, 15. Mai 2018
bis Sonntag, 16. Juni 2019

Kontakt

+32 (0)59 50 81 18

Informationen über Barrierefreiheit

lokale Karte

Nachstehend finden Sie eine interaktive Karte

Back to top