Herbst 2019. Mitten im Zentrum Leuvens wurde die St.-Peterskirche – ein Höhepunkt der Brabanter Gotik – wieder in voller Pracht restauriert. Das M - Museum Leuven entführt Sie in die faszinierende Geschichte dieser gotischen Kirche und zeigt Ihnen erneut ihre Kunstschätze: eine einzigartige Sammlung flämischer Spitzenwerke, die hier immer noch in situ aufbewahrt werden. Das aus dem 15. Jahrhundert stammende Meisterwerk Das letzte Abendmahl von Dieric Bouts dient als Blickfang eines aus 14 Werken flämischer Meister bestehenden Ensembles und bildet den Ausgangspunkt eines kulturellen Trips durch die Stadt Leuven früher und heute. Dieric Bouts, ein flämischer Meister in einer malerischen Stadt. Dieric Bouts (ca. 1410-1475), den man in einem Atemzug mit Jan van Eyck oder Rogier Van der Weyden erwähnen kann, war einer der bedeutendsten alten flämischen Meister. Er stammte aus den Niederlanden, ließ sich in Leuven nieder, heiratete dort 1448 und lebte bis zu seinem Tod in der Stadt. Die beiden ikonischen Meisterwerke Das letzte Abendmahl und Das Martyrium des heiligen Erasmus malte er in Leuven, wo die Werke auch heute noch in ihrer historischen Kulisse zu sehen sind. Andere Meisterwerke des Künstlers haben im Laufe der Jahrhunderte ihren Weg in die großen Museen der Welt gefunden. Obwohl der Maler in dieser Zeit noch nicht so bekannt war, ist die kunsthistorische Bedeutung des Letzten Abendmahls so groß, dass das Werk zu einem absoluten Muss für internationale Kunstfreunde geworden ist. Die von Bouts in einer realistischen Kulisse dargestellten religiösen Szenen heben buchstäblich die Grenzen zwischen Himmel und Erde auf. Bouts ist in dieser Hinsicht der vielleicht exemplarischste Künstler in der Tradition des 15. Jahrhunderts, die nach einer neuen Auslegung des Menschseins suchte. Er untersuchte in seinen Werken die Möglichkeiten des Realismus und der Darstellung der realen Welt, um es dem Betrachter zu ermöglichen, sich besser in die Botschaft hineinzuversetzen, die das Bild vermitteln sollte. Bouts war in einer Zeit Leuvener Stadtmaler, in der die Stadt eine gigantische städtische Erneuerung durchlief und hatte als Künstler eine essenzielle Bedeutung für die Entwicklung der Renaissancekunst in dieser damals stark vom Humanismus geprägten Stadt. Neue museale Präsentation: historische Authentizität und zeitgenössischer Besucherkomfort. Das M - Museum präsentiert ab 20. September 2019 in der restaurierten St. Peterskirche eine neue Dauerausstellung ihrer Kunstschätze, die jeweils an ihrem ursprünglichen Ort oder in der Kapelle besichtigt werden können, für die sie geschaffen wurden. Das letzte Abendmahl und Das Martyrium des heiligen Erasmus von Dieric Bouts, die beide in der Ausstellung zu sehen sind, gehören zu den Spitzenwerken der flämischen Malerei. Auch das Edelherren-Triptychon (eine zeitgenössische Kopie der weltberühmten Kreuzabnahme von Rogier Van der Weyden), sowie das Triumphkreuz von Jan Borman wurden von der Flämischen Gemeinschaft als Spitzenwerke anerkannt. Außerdem erhalten Werke wie der imposante Sakramentsturm, das Prunkgrab von Heinrich I. und die Kapelle Fiere Margriet (Stolze Margarete) besondere Aufmerksamkeit. Alle Stücke bilden zusammen ein aus 14 Highlights bestehendes Ensemble, bei dem die Besucher nicht nur den religiösen Hintergrund, sondern auch geschichtliche und kunsthistorische Aspekte der Kunstwerke kennenlernen. Jedes dieser Spitzenstücke ist Zeuge einer historischen Beziehung zur Stadt Leuven und verfügt somit über das Potenzial, die internationale Ausstrahlung der Stadt zu stärken. Ein digitales Tool sorgt dafür, dass die Besucher die Geschichte buchstäblich erleben können. Außerdem wird für sie ein neuer Empfangsraum mit Schalter und Museumsshop eingerichtet.
Zwischen Himmel und Erde. Erleben Sie Das letzte Abendmahl von Dieric Bouts

Wo

Grote Markt 1
3000 Leuven

Wann

von Samstag, 7. März 2020
bis Dienstag, 7. März 2023

Kontakt

+32 16 27 29 29

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