Liebe Flandern Freunde, Liebe Besucher,

um die Sicherheit von Einheimischen wie auch Besuchern zu gewährleisten und die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen, hat die belgische Regierung entsprechende Maßnahmen ergriffen.
Die aktuellen Informationen dazu finden Sie hier:

COVID-19 | Informationen über Maßnahmen und Einschränkungen in Belgien
Deutschland – Auswärtiges Amt
Österreich - Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten

Vom 1. August an muss jeder, der für mehr als 48 Stunden nach Belgien einreisen möchte, innerhalb von 48 Stunden vor der Ankunft ein Einreiseformular ausfüllen.

Wir freuen uns darauf, Sie so bald wie möglich wieder mit der gewohnten Gastfreundschaft in Flandern begrüßen zu können.

Auf bald und passen Sie gut auf sich auf.
Ihr Team von VISITFLANDERS.

Aalst (c) Toerisme Aalst

aus der Sicht von Bart van Loo, Autor von Burgund: das verschwundene Reich

Aalst

Aalst - Grote Markt - Dirk Martens

1. Statue des flämischen Buchdruckers Dirk Martens auf dem Grote Markt

Die Wiege der Buchdruckkunst in den Niederen Landen war die Zeit des burgundischen Herzogs Karl des Kühnen. Darüber, wer als allererstes Bücher in den Niederen Landen druckte, lässt sich streiten. Das Wann hingegen lässt sich ohne Zweifel auf das Jahr 1473 datieren. In diesem Jahr nämlich brachten Nicolaus Ketelaer und Gherardus de Leempt in Utrecht eine populäre Nacherzählung der Bibel heraus. Im selben Jahr rollten in Brügge die Recuyl of the Historyes of Troy durch die Druckpresse. Die Herausgeber waren William Caxton und Colard Mansion. Doch der berühmteste Buchdrucker dieses wichtigen Jahres 1473 ist und bleibt natürlich Dirk Martens aus Aalst. Er druckte 1473 den Speculum conversionis peccatorum, den Spiegel der Bekehrung der Sünder aus der Feder von Dionysius dem Kartäuser. 

Möglicherweise hatte Martens seine Kunst in Venedig erlernt, wo er als wissensdurstiger junger Mann eine Zeit lang beim dorthin ausgewanderten Genter Gerardus de Lisa in die Lehre ging. Der Lehrer und Musiker De Lisa hegte eine Leidenschaft für die Druckkunst und verfolgte interessiert die neusten Entwicklungen in diesem Bereich. In Aalst und später in Leuven verdiente Dirk Martens seinen Lebensunterhalt mit dem Druck erschwinglicher Studienausgaben. Diesen hehren Zweck seines Tuns wusste er als intelligenter Handelsmann, der er war, geschäftstüchtig zu vermarkten: „Die meisten Buchdrucker widmen ihr Werk großen Herren oder ihren besten Freunden. Mein Bestreben hingegen ist allein, das Studium an dieser so blühenden Universität in höchstmöglichem Maße anzuregen. Daher entspricht es der Logik, dass ich all meine Veröffentlichungen Ihnen widme, der mir so teuren Jugend.“ Diese Widmung Martens’ gilt den Studenten der Leuvener Alma Mater, die auch dank dem Zutun von Philipp dem Guten zur Talentschmiede des Herzogtums wurde. 

Die Statue auf dem Grote Markt (Großer Marktplatz) stammt aus dem Jahr 1856. Die durch Oxidation heute grün und schwarze Bronzestatue wird von den Einwohnern von Aalst „schwarzer Mann“ oder im lokalen Dialekt „de zwette maan“ genannt. Fußläufig nur eine Minute von der Statue entfernt steht die St.-Martinskirche. Nach der Auflösung des Aalster Wilhelmitenklosters im Jahr 1784 wurde die Grabplatte von Dirk Martens in die St.-Martinskirche übersiedelt. Im Gedenken an den Mann, der zumindest in Flandern bis heute bekannt ist als „der erste Buchdrucker der Niederlande“. 

© BVL

Grote Markt, Aalst
Eintritt frei
www.visit-aalst.be/de

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