Munsterbos-Route
Start
Start: Munsterbilzen
Dieses Wanderabenteuer beginnt in Munsterbilzen, einem Dorf mit einer reichen klösterlichen Vergangenheit. Der Legende nach gründete Landrada hier bereits im siebten Jahrhundert eine religiöse Gemeinschaft für Nonnen. Im Haus der Äbtissin erzählt eine Erlebnisausstellung die Geschichte dieser frommen Frauen. Ein Stück weiter befindet sich auch die Museumskirche die ebenfalls einen Besuch wert ist. Dort erfährst du Interessantes über die Geschichte von Munsterbilzen, seine früheren religiösen Einrichtungen und das sogenannten adelige Damenstift. Dies war eine kirchliche Einrichtung für fromme Damen adliger Herkunft.
Start: Munsterbilzen (Parkplatz in der Nähe der Appelboomgaardstraat, Munsterbilzen)
Schlosspark Edelhof
Der Schlosspark Edelhof ist ein sehenswerter Landschaftspark im englischen Stil. Auf dem Weg zur Wanderroute kommst du an diesem Park vorbei. Nach der Französischen Revolution ging das Schloss in den Besitz der Familie de Matthys über. Die baute es zu einem Herrenhaus im klassizistischen Stil um. Sowohl das Schloss als auch der Park wurden kürzlich gründlich restauriert und in ihrer ganzen Pracht wiederhergestellt.
Lijkendreef
Die etwas düster „Lijkendreef“ genannte Teichlandschaft wurde indirekt von den Bewohnern der Burg Zangerhei geschaffen. Die Zangerheistraat, an der das Schloss stolz stand, war die kürzeste Straße zwischen dem Dorf und dem Friedhof. Zu Beginn des letzten Jahrhunderts hatten die Schlossherren und -damen genug von den vielen Leichenzügen. Sie verweigerten den Durchgang und zwangen die Prozessionen, einen Umweg zur Kirche und zum Friedhof zu nehmen. Dieser Umweg erhielt bald die Bezeichnung „Lijkendreef“.
Albert-Kanal
Limburg hat eine reiche Kohlebergbaugeschichte. Das erkennt man nicht nur an den alten Bergbaustätten, sondern auch an der sonstigen Infrastruktur in der Region. Der Albert-Kanal wurde hier 1930 angelegt. So konnte die geförderte Kohle reibungslos abtransportiert werden. Dieser Wasserweg wird immer noch stark für den Verkehr genutzt, ist aber gleichzeitig eine malerische Wanderlandschaft.
Naturschutzgebiet De Hoefaert
Über das Wasser gelangst du zurück ins Grüne. Das Naturschutzgebiet Hoefaert liegt auf den letzten Ausläufern des Kempener Plateaus. Es ist ein üppiges Stück Grün, das aus verschiedenen Arten von Wäldern, Wiesen, alten Fischteichen und Tümpeln besteht. Es wird vom schnell fließenden Munsterbeek durchquert. All dies macht es zu einem landschaftlich und biologisch sehr wertvollen Gebiet.
Ruhezone „Zwarte Put“
Was gibt es Schöneres als den Klang der unberührten Natur? In der Ruhezone Zwarte Put ist das alles, was man hört. Zwarte Put liegt am Übergang zwischen den Kempen und der Obstanbauregion Hespengau. Der Ort trägt die charakteristischen Merkmale beider Regionen. Diese andächtige Stille gewinnt durch einen Hauch von Poesie noch an Charme. Unterwegs kommst du an „Stille-Steinen“ vorbei, auf denen Texte großer Schriftsteller wie Jeroen Brouwers, Bernard Dewulf und Leonard Nolens zu lesen sind.
Bezoensberg
Der Ort Zutendaal bestand bis zum 18. Jahrhundert hauptsächlich aus Heideland. Im Laufe der Jahre wurde das gesamte Gebiet bewaldet. Dennoch versetzt dich ein Stück dieser Natur zurück in die Vergangenheit. Durch gezielte Waldrodung, konsequentes Mähen und Beweidung durch Schafe wird hier eine Heidelandschaft erhalten. Genau so, wie sie früher war. Du findest dieses 2 Hektar große Gebiet an der Flanke des Bezoensbergs.
Teiche
Zu Beginn des 17. Jahrhunderts prägte der Mensch die Landschaft. Für die Fischzucht wurden die so genannten „Staatsvijvers“ (Staatsteiche) angelegt. Tiefer gelegene Grünlandflächen wurden mit Wasser aus dem Bezoensbeek geflutet. So entstand eine Reihe von Teichen. Diese waren durch ein Überlaufsystem miteinander verbunden. So konnten diese Teiche Stück für Stück abgelassen werden, um die gezüchteten Fische leicht zu entnehmen. Nachdem dieser Ort zum Naturschutzgebiet erklärt wurde, wurde die charakteristische Teichwirtschaft wiederhergestellt.
St. Amor-Kapelle
Diese Kapelle entstand nach dem Zweiten Weltkrieg. Sie wurde aus den Resten des Bahnsteigs und der alten „Kanunnikenhuizen“ in Munsterbilzen errichtet. Diese wurden während des Krieges durch deutsche Bombenangriffe zerstört. Die Kapelle wurde nach Amor, dem Schutzpatron der Abtei Munsterbilzen, benannt.
Ankunft: Dorf Munsterbilzen
Damit ist das Wanderabenteuer in gleich drei Naturschutzgebieten zu Ende. Deine Tour endet dort, wo sie begonnen hat, im gemütlichen Ort Munsterbilzen. Hast du die Museumskirche noch nicht besucht? Dann solltest du unbedingt hineinschauen. Das hast du erledigt? Dann ist es Zeit für einen entspannten Ausklang, zum Beispiel im Bistro Edelhof.
