Der Ommegang, eine Hommage an Brüssel

Eine bunte Ode an Geschichte und Folklore
Zu Beginn eines jeden Sommers ist in Brüssel noch etwas mehr los als sonst. Dann zieht ein prächtiger Umzug durch die Straßen: der Ommegang. Jedes Jahr wird das Zentrum der Hauptstadt von 1400 Darstellern in schillernden Kostümen, Volks- und historischen Gruppen, Pferden, Marionetten, Riesen, Fahnen und vielem mehr erobert. Gemeinsam zeigen sie die Geschichte Brüssels bis in die Gegenwart. Diese wunderbare Tradition ist immer einer der Höhepunkte der Sommersaison in Brüssel.
Weltkulturerbe
Der erste Ommegang zog bereits im 14. Jahrhundert durch die Stadt. Damals war er noch eine religiöse Prozession zu Ehren der Muttergottes von Sablon. Im Laufe der Jahrhunderte verschwand der katholische Charakter. Der Ommegang bekam eine größere soziale und politische Bedeutung. Die berühmteste Ausgabe fand im Jahr 1549 statt. Kaiser Karl nutzte die Gelegenheit, um dem Volk seinen Sohn und Nachfolger Philipp II. vorzustellen. Diese Szene kehrt auch heute noch jährlich im Ommegang zurück. Seit 2019 ist dieser besondere Umzug von der UNESCO als Immaterielles Kulturerbe der Menschheit anerkannt.