Tour durch die Leie-Region

Gent
ASTENE SAS_© Piet De Kersgieter
Zwei Radfahrer überqueren an einem sonnigen Tag eine mit Blumen geschmückte Brücke, mit einem ruhigen Kanal und üppigem Grün im Hintergrund, was eine friedliche, malerische Stimmung vermittelt.
In der wunderbar grünen Leie-Region schlängelt sich der gleichnamige Fluss eigensinnig durch die Landschaft. Dieses malerische Radabenteuer führt dich durch das bezaubernd grüne Sint-Martens-Latem und Deinze. Wir folgen dem Ufer der Leie, durchqueren wunderschöne Panoramen und entdecken Kunst, Kultur und idyllische Dörfer.

Tour durch die Leie-Region

0KM

Start

Gent
PARKBOS_© Piet De Kersgieter
Zwei Radfahrer fahren durch eine lebendige Wiese voller Wildblumen unter einem teilweise bewölkten Himmel, mit einer Kulisse aus üppig grünen Bäumen.

Start: Parkbos, eine grüne Lunge

Von unserem Ausgangspunkt in Gent aus radeln wir sofort ins Grüne. Der Radschnellweg F4 bringt uns im Handumdrehen in den weitläufigen Parkbos. Dieses Naturgebiet ist eine der jüngsten grünen Lungen in der Umgebung von Gent. Das 1.200 Hektar große Anwesen erstreckt sich über nicht weniger als vier (Teil-)Gemeinden. In diesem Gebiet findest du übrigens nicht nur Natur, sondern auch Kulturerbe. Nicht weniger als neun Schlösser, darunter das neoklassizistische Grand Noble in De Pinte, stehen hier. Mit seinen charakteristischen Alleen ist es ein grandioser Anblick. Wir steigen kurz vom Rad, um einen Spaziergang zu machen. Dabei bewundern wir den stimmungsvollen Schlosspark mit seinen Kutschenhäusern und dem Gärtnerhaus. Auf einer Picknickbank genießen wir noch kurz die Aussicht und machen uns dann wieder auf den Weg.

ASTENE SAS_© Piet De Kersgieter
Zwei Radfahrer überqueren an einem sonnigen Tag eine mit Blumen geschmückte Brücke, mit einem ruhigen Kanal und üppigem Grün im Hintergrund, was eine friedliche, malerische Stimmung vermittelt.

Schleuse in Astene

Der vollkommen flache Radweg führt uns derweil entlang der Bahngleise in Richtung Deinze. Bist du ein echter Naturliebhaber? Dann kannst du noch einen kurzen Abstecher zu den Hospicebossen unternehmen, einem leuchtenden Vorbild der Artenvielfalt. Bei unserer Ankunft in Deinze treffen wir wieder auf die Leie. Der verkehrsarme Uferweg führt uns zu einem besonderen kulturellen Höhepunkt: der Schleuse in Astene. Diese historische Zugbrücke wird noch immer von Hand bedient. Darüber hinaus kannst du eine gut erhaltene Kammerschleuse und ein gemütliches kleines Lokal voller nautischer Artefakte und Kuriositäten besichtigen.

OOIDONK_© Piet De Kersgieter
Zwei Radfahrer nutzen die Tour durch die Leie-Region, eine der Flanders’ Finest Radrouten, mit dem Schloss Ooidonk im Hintergrund.

Schloss Ooidonk

Nach einem weiteren Abschnitt entlang der Leie fahren wir auf stattlichen Alleen weiter, während hoch aufragende Bäume ein Spalier bilden. Das führt uns zum Schloss Ooidonk, einem wunderschönen Renaissanceschloss. Seine imposanten Türme und Treppengiebel sind besonders reizvoll. Dieses Anwesen kannst du auch aus nächster Nähe kennenlernen. Die wunderschön gepflegten Gärten sind zu einem erschwinglichen Preis für die Öffentlichkeit zugänglich. Möchtest du das Schloss gerne besichtigen? Konsultiere dann zuerst die Öffnungszeiten auf der Website des Schlosses.

2021-Zes_permanente_kunstwerken-102_© Museum Dhondt-Dhaenens, Deurle. Fotou2019s Rik Vannevel
Eingang eines modernen weißen Gebäudes mit Glasfassade, Treppen und Rollstuhlrampe, unter blauem Himmel.

Künstlerdörfer

Über das sogenannte Blaue Tor, den historischen Eingang zum Anwesen, radeln wir wieder von Ooidonk weg. So gelangen wir nach Deurle, das einst zum schönsten Dorf Flanderns gewählt wurde. Das Museum Dhondt-Dhaenens ist einer der Höhepunkte dieses Künstlerdorfs. Es basiert auf der beeindruckenden Privatsammlung des gleichnamigen Paares. Gemeinsam mit den Museen Gust De Smet und Gevaert-Minne bildet Dhondt-Dhaenens in Deurle ein künstlerisches Triumvirat.

In Deurle haben wir gut die Hälfte unserer Route bereits hinter uns und uns daher definitiv einen kulturellen Zwischenstopp verdient. Nach diesem künstlerischen Intermezzo radeln wir weiter. Ein schöner, ebener Asphaltweg führt uns direkt durch das Naturschutzgebiet Latemse Meersen in Richtung Sint-Martens-Latem. Dieses Dorf ist an sich schon ein Gemälde. Hier macht die Leie deutlich eine doppelte Biegung. Schon vor einem Jahrhundert wurde diese Flussbiegung von zahlreichen Künstlern auf der Leinwand festgehalten. Diesen wunderschönen Anblick können wir jetzt in echt genießen. Auf Schlängelwegen radeln wir durch das malerische Dorf, wobei die Kilometer wie im Flug vergehen.

Fietsen langs ABDIJ DRONGEN_© Piet De Kersgieter
Zwei Personen fahren auf einem sonnigen Weg entlang üppiger Bäume, in der Nähe eines historischen Gebäudes mit Uhrenturm. Die Szene vermittelt eine friedliche, entspannte Atmosphäre.

Alte Norbertinerabtei

Wir radeln langsam wieder Richtung Gent. Im kleinen Ort Afsnee steigen wir kurz vom Rad ab. Um unsere Route fortzusetzen, müssen wir die Leie überqueren. Eine charmante kleine Fähre bringt uns sicher (und kostenlos!) auf die andere Seite. Ein gewundener Schotterweg, der genau zwischen der Leie und dem Naturpark De Assels verläuft, führt uns zur alten Abtei von Drongen. Diese Norbertinerabtei kann übrigens besichtigt werden (nur für Gruppen). Die neugotische Kapelle, die Kreuzgänge und die vielen Kunstwerke sind unbedingt sehenswert.

Draft visitor Center_© Render by De Kwekerij
Eine Gruppe von Menschen betrachtet beleuchtete, lebendige religiöse Gemälde in einem Glaskasten innerhalb einer dunkel beleuchteten, kunstvoll verzierten Kirche, was Ehrfurcht und Staunen vermittelt.

Endspurt nach Gent

Die Abtei war unser letzter Rast auf dieser Tour. Wir radeln die letzten Kilometer unseres Abenteuers. Doch das Abenteuer ist noch nicht vorbei. Die Route endet dort, wo sie begann: in Gent. Diese Stadt bietet einen reichen Schatz an Kunst, Kulturerbe, Feiern und Vergnügen. Hast du noch etwas Zeit übrig? Dann mach doch einen kurzen Abstecher in die Stadt. Du wirst nicht enttäuscht sein.

58KM

Ankunft

Praktische Informationen

  • Parken:
    Parking Gent-Sint-Pieters
  • Öffentliche Verkehrsmittel: 
    Station Gent Sint-Pieters
  • Fahrradverleih:
    De fietsambassade
  • Knotenpunkte:
    47 - 98 - 56 - 54 - 64 - 67 - 88 - 87 - 89 - 79 - 23 - 20 - 14 - 13 - 6 - 7 - 5 - 9 - 11 - 12 - 90 - 86 - 76 - 74 - 67 - 64 - 63 - 62 - 57 - 57 - 55 - 98 - 47